Interview mit André Quadt (Smart Watts)
Im Interview erklärt André Quadt, Projektleiter des E-Energy-Projekts Smart Watts, was das Besondere an Smart Watts ist, was zur Entwicklung des vernetzten Hauses geplant ist und warum sich Aachen als Modellregion besonders gut eignet.
Was ist das Besondere an Smart Watts?
Kern von Smart Watts ist das Konzept der „intelligenten Kilowattstunde“, also die Begleitung der Lieferung von Energie mit der Bereitstellung von Information über die Energie. Beispiele für diese Information sind der aktuelle Preis oder die Art der Erzeugung. Die Integration von zeitbezogener Erfassung des Verbrauchs und dem Transport von Steuerinformationen innerhalb des Energiesystems bietet die Grundlage für eine genaue Abrechnung und damit eine verursachergerechte Verteilung der Risiken. Dies führt zu einer Verhaltensoptimierung der Teilnehmer. Teil dieser Verhaltensoptimierung ist eine intelligente Verbrauchssteuerung auf Haushaltsseite.
Wie verfolgt Ihr Modellprojekt die Schaffung eines „Marktplatzes der Energie“?
Das volle Potenzial der „intelligenten Kilowattstunde“ und der erhöhten Selbstregelfähigkeit des Energiesystems erschließt sich erst durch einen liquiden Markt, auf dem bei geringen Transaktionskosten und geringem Risiko eine Preisfindung stattfinden kann. Das Teilprojekt „Smart Market“ befasst sich in diesem Zusammenhangmit einer automatisierten Anbahnung von geschäftlichen Transaktionen, die zu einem vereinfachten Austausch von flexiblen Energielieferprodukten wie z.B. Fahrplänen genutzt wird. Diese wird im Teilprojekt „Smart Market“ erarbeitet, umso einen Marktplatz der Energie zu realisieren.
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