Internet der Energie: IKT für Energiemärkte der Zukunft

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Internet der Energie: IKT für Energiemärkte der Zukunft

PRESSEMITTEILUNG

01.12.2008

Internet der Energie: IKT für Energiemärkte der Zukunft

Die Energiewirtschaft auf dem Weg ins Internetzeitalter

Die Sudie des BDI identifiziert drei maßgebliche Einflussfaktoren, die derzeit auf die Energiewirtschaft einwirken und den Umbau in ein intelligentes und effizientes Versorgungssystem erfordern, das deutlich stärker als bisher durch Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) vernetzt sein muss.

Der erste Faktor ist die verschärfte Knappheitssituation: Die Vorräte fossiler Energierohstoffe sind endlich und erleben deswegen schon heute starke Preissteigerungen; auch die Kapazität, bis zu der die Atmosphäre CO2 aufnehmen kann, ohne dass ein Klimadesaster droht, ist ausgereizt und begründet erhebliche Anstrengungen in einen aktiven Klimaschutz. Um diesen drohenden Grenzen des Energiesystems einerseits sowie dem gleichzeitig weltweit steigenden Energiebedarf andererseits zu begegnen, ist eine erheblich verbesserte Effizienz bei der Energienutzung dringend erforderlich.

Zweitens stellt das veränderte regulatorische Umfeld erhöhte Anforderungen an die datentechnische Vernetzung des Energiesystems. Durch die Entkopplung von Stromerzeugung, -übertragung und -verteilung müssen unterschiedliche Akteure entlang der Wertschöpfungsketteüber gemeinsame Schnittstellen miteinander kommunizieren und interagieren. Neue Vorschriften zur Standardisierung, zum Messwesen und zur Verbrauchstransparenz erzeugen zudem große Datenmengen, die in intelligenten automatisierten Prozessen verarbeitet werden müssen.

Als dritter Faktor schließlich bewirken technische Entwicklungen und steigende Energiepreise, dass in Zukunft vermehrt Strom aus erneuerbaren Energiequellen sowohl auf Basis einer verstärkt dezentralen als auch aus einer weiterhin vorhandenen zentralen Versorgungsstruktur in das Stromnetz integriert werden müssen. Dies erfordert ein wesentlich höheres Maß an Flexibilität im Bereich der Spannungshaltung und der effizienten Lastflusssteuerung als im derzeitigen System vorgesehen.

Diese drei treibenden Faktoren wirken zu einer Zeit, in der ein erheblicher Investitionsbedarf in das deutsche und europäische Stromversorgungssystem besteht. Nahezu die Hälfte der installierten Kraftwerkskapazität in Deutschland muss in den kommenden Jahren ersetzt oder modernisiert werden, der massive Ausbau der Stromnetze wird im gleichen Zeitraum ebenfalls erfolgen müssen. Parallel wird ein erheblicher Teil der privaten Haushalte renovierungsbedürftig. Aufgrund steigender Energiepreise werden bei den hier anstehenden Instandsetzungsarbeiten zunehmend neue Energiespartechnologien und kommunikative Endgeräte eingesetzt.

Download der gesamten Studie (3 MB)


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BDI-Studie (Dezember 2008): "Internet der Energie - IKT für Energiemärkte der Zukunft. Die Energiewirtschaft auf dem Weg ins Internetzeitalter."

BDI-Studie [3 MB]