Auszug aus der Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Dritten Nationalen IT-Gipfel

Direktlink:
Inhalt; Accesskey: 2 | Hauptnavigation; Accesskey: 3 | Servicenavigation; Accesskey: 4

Auszug aus der Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Dritten Nationalen IT-Gipfel

PRESSEMITTEILUNG

20.11.2008

Auszug aus der Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Dritten Nationalen IT-Gipfel

(...) Ein Schwerpunkt des diesjährigen IT-Gipfels ist das Thema "Grüne IT". Es wird verkannt, dass die Informations- und Kommunikationstechnologie einen erheblichen Energieverbrauch hat, weil die Geräte meistens nur funktionieren, wenn sie mit einer permanent gleichbleibenden Temperatur laufen können. Und weil die großen Speicherkapazitäten erhebliche Wärmeabstrahlungen mit sich bringen, muss viel Kühlaufwand betrieben werden. Man hat also in der Umgebung von großen IT-Firmen fast die Notwendigkeit, kleine Kraftwerke zu bauen. Das wird oft unterschätzt. Deshalb ist die Frage der Energieeffizienz in diesem Bereich von allergrößter Bedeutung.
 
Ich freue mich, dass wir hier nicht nur als Bundesregierung vorangegangen sind und gesagt haben, dass wir für den öffentlichen Dienst eine Reduktion um 40 Prozent bis zum Jahr 2013 erreichen wollen, sondern dass wir jetzt auch wirklich ein Public Private Partnership haben und sich viele Unternehmen dieser Initiative angeschlossen haben. Das ist ein Beitrag zum Klimaschutz an einer Stelle, wo man ihn vielleicht gar nicht erwartet. Ich werde aber nicht müde zu sagen: In den klassischen Prozessindustrien – Chemieindustrie, Stahlindustrie – haben wir bereits Wirkungsgrade, die fast nicht mehr zu übertreffen sind, oder wenn doch, dann nur noch mit erheblichem Aufwand. Hier dagegen haben wir noch so etwas wie ein Anfangsstadium, in dem wir noch sehr viel erreichen können.
 
Wenn wir die Frage beantworten wollen, wie man ökonomisches Verhalten mit klimafreundlichem Verhalten zusammenbringen kann, dann müssen wir natürlich nicht immer das Teuerste machen, nur weil wir es schon ewig kennen, sondern uns eben auch den neuen Bereichen zuwenden. Deshalb bin ich sehr dankbar dafür, dass auch die Wirtschaft hierbei mitmacht.
 
Mit dem Projekt "E-Energy" wollen wir eine intelligentere IT-Unterstützung bei der Energieerzeugung und -nutzung erreichen – sozusagen vom Erzeuger im Elektrizitätswerk, im Kraftwerk, bis hin zum Kunden, der sich in Zukunft noch besser überlegen muss, wann er die Waschmaschine einschaltet. Das ist mir vorhin auch gesagt worden, da bin ich aber die Antwort schuldig geblieben. Denn wenn das Schlafzimmer neben dem Badezimmer ist und die Waschmaschine nachts um 3 Uhr rappelt, dann mag zwar der Strompreis außerordentlich günstig sein, aber ob es für den Schlaf so günstig ist, weiß ich nicht. Es ist zumindest ein Auftrag an die Waschmaschinenhersteller, noch leisere Waschmaschinen zu bauen. So beschleunigen sich die verschiedenen Technologieanwendungen gegenseitig in ihrer Entwicklung. (...)

Die vollständige Rede der Budneskanzlerin finden Sie hier.