Smart Grids D-A-CH
Elektrizität ist das Rückgrat von Wirtschaft und Gesellschaft. Steigende Nachfrage, die Rohstoffverknappung und der Klimawandel stellen das Energiesystem vor neue Herausforderungen. Beschleunigt müssen neue Lösungen gefunden werden, die ein Höchstmaß an Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit sicherstellen. Dabei wird die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) eine Schlüsselrolle spielen.
Deutschland, Österreich und die Schweiz haben beschlossen bei der Förderung der Forschung und Entwicklung im Bereich von IKT-basierten Energiesystemen der Zukunft zusammen zu arbeiten. Die Kooperation umfasst die Entwicklung und Erprobung von Einführungsstrategien für Smart Grids. Hieraus ergeben sich weitere Chancen für die Smart Grids Pioniere Deutschlands ihre Forschung im Bereich der Energiesysteme der Zukunft über Ländergrenzen hinweg zu intensivieren und auszubauen. Ein entsprechendes Memorandum of Understanding wurde auf der E-Energy Jahrestagung am 26. November 2009 feierlich unterzeichnet.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ist auf deutscher Seite für die Kooperation zuständig. Partner sind für Österreich das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) und für die Schweiz das Bundesamt für Energie (BFE).
Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Entwicklung von intelligenten Elektrizitätsnetzen - auch "Internet der Energie" oder "Smart Grids" genannt. Ein weiterer Fokus liegt auf der Systemintegration der Elektromobilität.
Gegenstand der Kooperation sind die folgenden Handlungsfelder:
1.Information
- Wissensaustausch zwischen den Akteuren
- Information und Abstimmung von förderpolitischen Maßnahmen
2.Synergien
- Identifikation und Nutzung von Synergien
- Förderung der Zusammenarbeit von nationalen Projekten (Modellregionen,
- Kompetenzzentren usw.)
3.Kooperation
- Gemeinsame Lösung von Querschnittsfragen, z.B. Interoperabilität,
- Standardisierung, Sicherheitsanforderungen, Rechtsverträglichkeit,
- Geschäftsmodelle
4.Verbreitung
- Abstimmung der Öffentlichkeitsarbeit
- Erhöhung der Nutzerakzeptanz
- Beschleunigung des Technologietransfers
Jedes Ministerium hat einen externen Partner für die D-A-CH Koordination bestimmt. Die B.A.U.M. Consult GmbH ist der Partner des BMWi.
Um schnell nutzbare Fortschritte zu erzielen, wurden für die Themen der Kooperation Task Forces gebildet. Diese bündeln die Ergebnisse und Fortschritte des jeweiligen Landes und tauschen diese mit ihrem Pendant aus den anderen Ländern aus.
Struktur der Kooperation
Weitere Informationen:
Pressemitteilung zur trilateralen Kooperation
Unterzeichnung der DACH-Kooperation
Österreichsische Projektseite
Bericht zur Smart Grids Week 2010